Unser Klima... eine Krise!?… unsere Welt... unsere Handlungen und Taten... ein paar Gedanken (24/09/2019)

 

Diese Woche ist der Klimaschutz (neben der Wahl, aber das hängt ja irgendwie auch zusammen) in aller Munde und der bevorstehende Streik am Freitag in mehreren Orten, Städten und Plätzen macht natürlich nachdenklich. 

 

Für mich - wie für viele andere -  ist dieser Tage zum Thema Klima sehr präsent... einerseits die Erfahrungen und "Gespräche" mit dem Meer und dessen Bewohnern (allen voran den Walen und Delphinen) und mit Mutter Erde (zu beidem habe ich unter der Überschrift: BÜCHER etwas Neues) als andererseits das genaue Beleuchten meines Verhaltens.

 

Ebenso erinnere ich mich sehr deutlich an die Stimme eines Mannes. Er hat sich weder als Umweltschützer gesehen noch hat er jemals für oder gegen eine Sache demonstriert. Oft kamen sehr klare Aussagen von ihm wie beispielsweise: "Es ist schon interessant, dass sogenannte Umweltliebhaber viel mit dem Auto zu dem Park fahren, wo sie spazieren gehen möchten." 

 

Dieser Mann hat sehr kritisiert, dass die "die am lautesten für die Natur reden, oft diejenigen sind, die dann zu jeder Jahreszeit Obst und Gemüse von Ländern möchten, von denen ich so gut wie gar nichts weiß." 

 

Er hat niemals verstanden, warum ein Sonnenuntergang in einem fernen Land schöner sein soll als bei uns in Tirol.

"Warum so weit fahren, wenn es auch hier so schön ist".

 

Ich habe früher nicht verstanden, warum er sich so wenig "gönnte" und sein Kommentar zu neuen Modeerscheinungen oder Essen in teuren Restaurants sowie Trends, die einfach wichtig waren für so viele war sehr schlicht: "Der Mensch möchte auf nichts verzichten."

 

Er kaufte fast ausschließlich auf Flohmärkten, Second Hand Geschäften oder gebraucht und ich kann mich nicht erinnern, dass er jemals eine Orange oder eine Banane gegessen hätte. Ebenso sammelte er Dinge, die Wert hatten und von anderen oft achtlos weggeworfen wurden. 

 

Was für mich aber das Allerwichtigste war und ist: er tat es aus Überzeugung und nicht, weil er etwas beweisen wollte oder sich selbst nichts gönnen wollte. Für ihn war es wesentlich wichtiger, ECHT zu leben und bei Stromkonsum, Verbrauch/Einkauf und der eigenen Lebensweise nicht verschwenderisch oder ausschweifend zu sein. 

 

DAS ist für mich eine Stimme des Gewissens geworden...

 

Es ist wunderbar, dass Jugendliche sich weltweit einsetzen und auch viel geschrieben, gesprochen und bewegt wird für mögliche Veränderungen am eigenen Verhalten als auch kollektiv! 

 

Klimaschutz ist ein Thema, das uns alle angeht... ob wir es wollen oder nicht... und auch wenn wir nach den Kriegsjahren nach mehr strebten, es genossen immer mehr zu erwirtschaften und ein "schönes" Leben zu haben... wir wissen alle, dass es so nicht weitergehen kann... 

 

Klimaschutz ist ein politisches Thema, ein individuelles Hinterfragen: wo kann ich etwas ändern, wie kann ich beitragen und es ist ein kollektives Auseinandersetzen mit Ansätzen und Lösungen.

 

JEDEr Einzelne kann so viel tun... bewegen.... bewirken...

 

Heute im Reformhaus wollte ich eine Creme, die bei vielen Gerichten empfohlen wird... sie enthält Sesam... und wir wissen alle, dass der nicht ums Eck in Tirol wächst... daher stellte ich mir die Frage: "Soll ich ein Gericht, das in einem "bewussten Kochbuch" empfohlen wird zubereiten, wenn ich dafür eine Creme brauche, deren Zutaten aus einer fernen Region kommen? Soll ich es kaufen im Wissen, dass für den Transport Schiffe oder Flugzeuge notwendig sind?" So entschied ich mich dagegen... trotz Reformhaus und der Tatsache, dass die Creme in Österreich hergestellt wird

 

Was würde der Mann dazu sagen? Vermutlich hätte der den Kopf geschüttelt und gemeint: "Warum machst du keinen Apfelstrudel? Von den Äpfeln hast du genug im eigenen Garten."

 

Ja und recht hat er... ich glaube, dass Klimaschutz so viele Facetten hat... vor allem: wo wollen und können wir tatsächlich verzichten? 

 

Das ist für mich die brennende Frage.... denn Politiker wollen gewählt werden... und wenn wir Klimaschutz ernst nehmen... dann muss es Einschränkungen geben, Verzichte... und das ist nicht angenehm...

 

Dasselbe gilt für uns... jeden von uns... wir sind verwöhnt, ich schließe mich natürlich mit ein, und wirklich verzichten fängt bei uns an... jedem von uns... für etwas Größeres: unsere Natur...

 

Der Mann begleitet mich… bei sehr vielen Fragestellungen zu unserem Klima... auch wenn er nie ein aktiver Umweltschützer war und die "Freitagsaktionen" höchstwahrscheinlich nicht sehr begrüßen würde... für mich hat er sehr viele Impulse und Aktionen gesetzt, die mir Hilfestellung, Unterstützung und Rat geben...

 

Wer dieser Mann ist oder war? 

Belassen wir es dabei, dass er mich sehr geprägt hat und ich bestimmt vieles von dieser Denk- und Handelsweise übernommen habe. 

 

 

Ich sitze heute hier beim Mondtempel in Cusco, direkt beim Eingang und blicke auf die Schönheit der Natur. 

In mir ist so viel Liebe für dieses Leben und ganz viel Dankbarkeit. Es ist eine sehr herausfordernde Zeit momentan. Viele Strukturen sind im Umbruch und alles, was nicht echt und authentisch ist, zerbricht und kommt ans Tageslicht. Während ich diese Zeilen schreibe, rinnen mir Tränen des Berührtseins über die Wangen. Ich spüre die Natur und ihre Tiere, Pflanzen... die müde sind von der Ausbeutung und dem achtlosen Umgang. Hier am Eingang des Mondtempels bitte ich um Verzeihung für alles, was unserer Erde und uns Menschen angetan wurde - bewusst oder unbewusst. Es kann nichts rückgängig gemacht werden und ist in Zellen der Erde als auch in uns gespeichert. Wir haben aber die Möglichkeit, diese Erinnerungen, Erlebtes und Taten zu transformieren und heilen. 

Ich freue mich darüber, heute hier beim Mondtempel all die verletzenden Worte von mir an oder über andere als auch jene die mich direkt erreichten, los zu lassen. Ebenso ist es mir ein großes Anliegen, all die Menschen in Liebe frei zu geben, die  sich in der Vergangenheit durch und bei mir energetisch aufgetankt haben. Ich habe es zugelassen, Raum für sie zu halten und es diente mir auf eine bestimmte Weise. Diese Zeit ist jetzt vorbei.

Ich danke HIER und JETZT unserer Erde für alles, was sie uns gibt und womit sie uns versorgt.

Auf meine Weise versuche ich, möglichst gut zu ihr zu sein mit meinem Konsumverhalten, Mülltrennung, Wiederverwendung, meinen Taten und Worten. 

DANKBAR für diese Erfahrung, hier in dieser schönen Landschaft sitzen zu dürfen...

DANKBAR für dieses Leben und unsere Natur